Ab 01.01.2018 sollen Mindestlöhne in der Pflege steigen

Ab 01.01.2018 sollen Mindestlöhne in der Pflege steigen

 Die Pflegekommission hat sich am 25.04.2017 auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege geeinigt.

Der Mindestlohn soll ab 01.01.2018 auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten steigen. Bis Januar 2020 soll er in zwei Schritten weiter wachsen und dann 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten betragen. Gerade Pflegehilfskräfte profitieren davon.

Der Beauftragte des BMAS für die Pflegekommission, Rainer Brückers, bestätigte, dass diese Empfehlung von der Kommission einstimmig getroffen wurde. Der in 2010 in der Pflegebranche eingeführte Mindestlohn habe sich bewährt. In den vergangenen Jahren hätten die Erfahrungen das gezeigt. Daher sei es ein wichtiges Signal für die Branche, dass die Pflegekommission ein einvernehmliches Ergebnis zur Anpassung der Pflegemindestlöhne erzielt hat. Von diesem Mindestlohn würden sowohl Beschäftigte und Unternehmen als auch die Pflegebedürftigen profitieren. Gute Pflege solle auch angemessen entlohnt werden.“

Derzeit arbeiten in Einrichtungen, die unter den Pflegemindestlohn fallen rund 900.000 Beschäftigte. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn gelte dort, wo der spezielle Pflegemindestlohn nicht gilt (zum Beispiel in Privathaushalten).

Im Einzelnen die geplanten Erhöhungsschritte:

West Ost
Höhe Steigerung Höhe Steigerung
ab 01.11.2017 10,20 Euro – % 9,50 Euro – %
ab 01.01.2018 10,55 Euro 3,4% 10,05 Euro 5,8%
ab 01.01.2019 11,05 Euro 4,7% 10,55 Euro 5,0%
Ab 01.01.2020 11,35 Euro 2,7% 10,85 Euro 2,8%

Damit wird die bereits begonnene Angleichung der Löhne in Ost und West weitergeführt.

Auf Grundlage der Empfehlung der Pflegekommission strebt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales an, auf dem Weg einer Verordnung den neuen Pflegemindestlohn zu erlassen.

Der Pflegekommission nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz gehören Vertreter der privaten, öffentlich-rechtlichen sowie kirchlichen Pflegeeinrichtungen an. Arbeitgeber bzw. Dienstgeber und Arbeitnehmer bzw. Dienstnehmer sind paritätisch vertreten.

 

Quelle: Pressemitteilung des BMAS Nr. 17/2017 v. 25.04.2017 und Juris das Rechtsportal

 

RH

 

By | 2017-07-04T16:39:38+00:00 April 26th, 2017|Arbeitsrecht, Kanzlei, Medizinrecht|Kommentare deaktiviert für Ab 01.01.2018 sollen Mindestlöhne in der Pflege steigen

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