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Am 15.08.2018 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Personenstandsgesetzes beschlossen. Dieser sieht eine Ergänzung der Geschlechterangaben „männlich“ und „weiblich“ um „divers“ für intersexuelle Personen vor.

Bei der Geburt eines Kindes ist auch dessen Geschlecht im Geburtenregister zu beurkunden. Dies erfolgte bislang nicht bei geborenen Kindern, die weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuzuordnen waren. Bei diesen erfolgte im Geburtenregister eine Eintragung ohne eine Geschlechtsangabe.

Aufgrund der Entscheidung des BVerfG vom 10.10.2017 (1 BvR 2019/16) ist nunmehr eine klare Zuordnung vorzunehmen. Danach muss das Gesetz auch für Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung einen „positiven Geschlechtseintrag“ ermöglichen. Der vorliegende Gesetzentwurf sieht dementsprechend vor, dass vom Standesbeamten neben den bereits vorgesehenen Varianten die Angabe „divers“ eingetragen werden kann. Die Entscheidung für die Angabe „divers“ wurde nach Maßgabe des Ziels getroffen, einen Begriff zu verwenden, den die Betroffenen als nicht diskriminierend empfinden.

Quelle: Juris das Rechtsportal