AG Magdeburg zügelt „Gierige Hausfrauen“: € 100,00 fiktiver Lizenzschaden und € 120,66 Anwaltskosten nach Porno-Filesharing

Das AG Magdeburg hat mit (Teilversäumnis- und Schluss-)Urteil vom 26. Mai 2014 – 160 C 132/14 entschieden, dass dem Inhaber der Rechte an dem Film „Gierige Hausfrauen“ aufgrund des unerlaubten Anbietens des Films in einer so genannten Internet-Tauschbörse € 100 für fiktive Lizenzkosten und € 120,66 für Anwaltskosten zustehen. Darüber hinaus geltend gemacht worden waren knapp € 650 für fiktive Lizenzkosten und € 651,80 für Anwaltskosten.

Die im Prozess erfolgten Darlegungen der Klägerin zu den von ihr vorgenommenen Lizenzierungen an gewerbliche Nutzer hat das Gericht nicht für einschlägig erachtet. Die Beklagte habe den Film nämlich privat in der Tauschbörse angeboten. Aufgrund dessen, so das Gericht, sei der lizenzanaloge Schadensersatz gemäß § 287 ZPO auf € 100,00 zu schätzen.

Im Hinblick auf die geforderten Anwaltskosten hat das Gericht lediglich einen Gegenstandswert in Höhe von € 1.000,00 für angemessen erachtet. Nach der Höhe des Gegenstandswertes richten sich die erforderlichen Aufwendungen für die Abmahnung, gemäß § 97a Abs. 1 S. 2 UrhG verlangt werden können. Anhand dessen ergaben sich zu ersetzende Anwaltskosten in Höhe von € 120,66.

By | 2015-04-27T14:02:10+00:00 April 27th, 2015|Internetrecht|Kommentare deaktiviert für AG Magdeburg zügelt „Gierige Hausfrauen“: € 100,00 fiktiver Lizenzschaden und € 120,66 Anwaltskosten nach Porno-Filesharing

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