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Fristlose Kündigung des Arbeitnehmers bei unerlaubter Konkurrenz? Dazu hat das Landesarbeitsgericht Hessen hat mit Urteil vom 28.01.2013 – 16 Sa 593/12 entschieden, dass ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer fristlos kündigen kann, wenn er ihm unerlaubt Konkurrenz macht.

Was ist passiert?

Der beklagte Arbeitgeber betreibt einen Betrieb für Abflussrohrsanierungen. Und der 43-jährige Kläger war seit August 2000 als Rohrleitungsmonteur bei ihm beschäftigt. Im August 2007 war der Kläger bei einer Kundin, um die Abflussrohre in der Küche und im Keller mit einer Spezialkamera zu inspizieren. Zur Behebung des dabei festgestellten Schadens verlegte er neue Abflussrohre und berechnete der Kundin 900 €, die sie in bar bezahlte. Eine Quittung stellte der Kläger darüber nicht aus. Die 900 € behielt er dann für sich. Als die Kundin sich mit der Bitte um Nachbesserung an den Beklagten wandte, kündigte dieser dem Kläger fristlos.

Fristlose Kündigung des Arbeitnehmers bei unerlaubter Konkurrenz? Dazu das Landesarbeitsgericht Hessen:

Das LArbG bestätigte die fristlose Kündigung.

Nach Auffassung des Gerichts hat der Kläger seine arbeitsvertraglichen Pflichten durch die Konkurrenztätigkeit massiv verletzt. Ein Arbeitnehmer dürfe nämlich im Marktbereich seines Arbeitgebers keine Dienste und Leistungen auf eigene Rechnung anbieten. Und zwar solle einem Arbeitgeber der Marktbereich uneingeschränkt und ohne die Gefahr nachteiliger Beeinflussung durch eigene Arbeitnehmer offenstehen.

Folgen für die Praxis:
Der Arbeitnehmer muss damit rechnen, fristlos gekündigt zu werden, wenn er dem Arbeitgeber unerlaubt Konkurrenz macht!

Dazu siehe auch: https://raheinemann.de/fristlose-kuendigung-bei-beschimpfung-mit-arschloch/

(MR)

Rechtsanwalt Marko Rummel:
Fristlose Kündigung des Arbeitnehmers bei unerlaubter Konkurrenz? Dazu hat das Landesarbeitsgericht Hessen hat mit Urteil vom 28.01.2013 – 16 Sa 593/12 entschieden.