Am 25.06.2019 haben die EU Mitgliedstaaten neue Regeln zum besseren Schutz von Kindern bei grenzüberschreitenden Familiensachen beschlossen.

Kinder leiden bei Trennung oder Streitigkeiten der Eltern oft am meisten. Noch komplizierter werden mögliche Folgen einer Trennung wie Sorgerechtsfragen, Umgangsrecht und Kindesentführung wenn die Elternteile in verschiedenen europäischen Ländern leben.

Das Kindeswohl soll durch die neuen Vorschriften stets berücksichtigt werden und Rechts- und Verwaltungsverfahren werden beschleunigt. Die Verbesserung der grenzüberschreitenden justiziellen Zusammenarbeit soll bewirken, dass Kinder im Falle von Familienstreitigkeiten oder der Trennung internationaler Paare über einen sicheren Rechtsrahmen verfügen, um die Beziehungen zu beiden Elternteilen (und Erziehungsberechtigten) aufrechtzuerhalten, die unter Umständen in verschiedenen europäischen Ländern leben.

In der EU beträgt die Zahl der internationalen Scheidungen derzeit etwa 140.000 pro Jahr. Bis zu 1.800 Fälle von Kindesentführungen jährlich sind durch einen Elternteil innerhalb der EU zu verzeichnen.

Die neuen Regeln treten drei Jahre nach der Veröffentlichung der Verordnung im Amtsblatt in Kraft. 

 

Quellen: EU-Aktuell v. 25.06.2019 und Juris das Rechtsportal

 

RH