Erfahrungen & Bewertungen zu Anwaltskanzlei Heinemann

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird nach Information des Bundeskabinetts kurzfristig die 4. Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Pflegebranche erlassen. Danach soll entsprechend der Empfehlung der 4. Pflegekommission vom 28.01.2020 der Mindestlohn für Pflegekräfte bis zum 30.04.2022 in vier Schritten erhöht werden. Außerdem soll es zusätzlich bezahlten Urlaub geben.

Dazu im Einzelnen:

1. Pflegehilfskräfte:

Die Mindestlöhne für Pflegehilfskräfte im Osten und im Westen sollen auf schliesslich einheitlich 12,55 € ab 01.04.2022 wie folgt gesteigert werden:

• 11,35 €/West und 10,85 €/Ost ab 01.05.2020 (nach schon bestehender Verordnung),
• 11,60 €/West und 11,20 €/Ost ab 01.07.2020,
• 11,80 €/West und 11,50 €/Ost ab 01.04.2021.
• Einheitlich dann 12,00 € ab 01.09.2021 und 12,55 € ab 01.04.2022.

2. Qualifizierte Pflegehilfskräfte

Die Mindestlöhne für qualifizierte Pflegehilfskräfte im Osten und im Westen sollen bis auf schliesslich einheitlich 13,20 € ab 01.04.2022 wie folgt gesteigert werden:

• 12,50 €/West und 12,20 €/Ost ab 01.04.2021.
• Einheitlich dann 12,50 € ab 01.09.2021 und 13,20 € ab 01.04.2022.

3. Pflegefachkräfte

Eine Steigerung der Mindestlöhne für Pflegefachkräfte im Osten und im Westen, und zwar einheitlich bis auf 15,40 € ab 01.04.2022, soll wie folgt erfolgen:

• 15,00 € ab 01.07.2021 und
• 15,40 € ab 01.04.2022.

4. Urlaub

Weiterhin zusätzlich bezahlter Urlaub für Beschäftigte in der Pflege im Osten und im Westen bei einer 5-Tage-Woche. Und zwar soll es diesen einheitlich wie folgt geben:

• 5 Tage für 2020 und
• jeweils 6 Tage für 2021 und 2022.

Quellen: Gemeinsame Pressemitteilung des BMAS und des BMG v. 22.04.2020 und Pressemitteilung des BMAS v. 28.01.2020 sowie Juris das Rechtsportal

RH