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Am 15.01.2020, Az. 3 Ca 1793/19, hat das ArbG Siegburg eine fristlose Kündigung wegen Missbrauchs von Kundendaten bestätigt.

Der Fall:

Seit 2011 war der Kläger war bei der Beklagten als SAP-Berater tätig. Vom Rechner eines Spielcasinos aus bestellte der Kläger Kopfschmerztabletten für zwei Vorstandsmitglieder einer Kundin der Beklagten. Dabei griff er zwecks Zahlung per Lastschrift auf zuvor von einem verschlüsselten Rechner der Kundin auf einen privaten Memory-Stick heruntergeladene Namen, Anschriften und Bankverbindungsdaten von Kunden der Kundin zurück. Dem Vorstand dieser Kundin ließ der Kläger dann anlässlich dieser Bestellung die Anmerkung zukommen, dass sie aufgrund der Bestellung sehen könnten, wie einfach Datenmissbrauch sei. Dies müßte bei Ihnen zu Kopfschmerzen führen. Gegen diese Kopfschmerzen könnten die bestellten Kopfschmerztabletten helfen. Über bestehende Sicherheitslücken bei der Kundin hatte er die Beklagte zuvor nicht informiert. Am 26.08.2019 erhielt der Kläger eine fristlose Kündigung. Dagegen erhob er Kündigungsschutzklage.

Die Entscheidung:

Am 15.01.2020, Az. 3 Ca 1793/19, hat das ArbG Siegburg die Klage abgewiesen. Die fristlose Kündigung, so das ArbG, sei zu Recht erfolgt.

Ein IT-Mitarbeiter, so das ArbG, sei verpflichtet, sensible Kundendaten zu schützen. Dabei dürfe er solche Kundendaten nicht zu anderen Zwecken, als dem Aufdecken vermeintlicher Sicherheitslücken missbrauchen. Andernfalls sei regelmäßig eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber rechtfertigt.

Quellen: Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen Nr. 1/2020 v. 27.01.2020 und Juris das Rechtsportal

RH