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Späterer Trainer der 1. Fußball Bundesliga war sozialversicherungspflichtig

Am 06.06.2018 hat das LSG Celle-Bremen zu Az. L 2 BA 17/18 entschieden, dass ein späterer Erstligatrainer in seiner Zeit als Trainer eines Landesligisten aus der Region Hannover sozialversicherungspflichtig war.

Was ist passiert?

Der Fußballlehrer schloss zu Beginn seiner Laufbahn einen Honorarvertrag mit dem klagenden Verein. Er wollte sich dort als Grundstein seiner Entwicklung einen eigenen Namen machen indem er die mittlerweile sechstklassige erste Herrenmannschaft wieder zum Erfolg führte. Nach dem Inhalt des Vertrags war im Gegensatz zu seinen angestellten Vorgängern und Nachfolgern eine Selbständigkeit festgelegt. Dies tat der Verein auch in Vorahnung der kommenden Karriere. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) gelangte in einer späteren Betriebsprüfung jedoch zu dem Ergebnis einer abhängigen und damit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Der Verein klagte gegen die Nachforderung von rund 15.000 Euro mit dem Argument, der Trainer habe seine Mannschaft eigenverantwortlich und weisungsfrei trainiert. Dort habe er sich eine Basis für anspruchsvollere Aufgaben verschafft und sei damit unternehmerisch tätig gewesen. Er habe außerdem noch weitere freiberufliche Tätigkeiten als Spielerberater und Scout ausgeübt, die den überwiegenden Teil seines Einkommens ausgemacht hätten.

Was sagt das LSG Celle-Bremen dazu?

Die Rechtsauffassung der DRV wurde vom LSG Celle-Bremen bestätigt.

Die Trainertätigkeit ist nach Auffassung des Landessozialgerichts als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bewerten. Unter der Verantwortung des Vorstandes sei der Trainer in das Zusammenwirken einer Vielzahl von Personen eingebunden gewesen und habe kein eigenes Unternehmerrisiko getragen. Da der Verein die Leistungen des Trainers durch Einzelangaben habe konkretisieren können sei er auch weisungsabhängig gewesen. Es komme nicht darauf an, dass dieses vertragliche Recht nicht ausgeübt worden sei. Ebenso wenig komme der äußeren Bezeichnung als Honorarvertrag eine Bedeutung zu. Letztendlich trage der Verein das Risikos eines Irrtums über die Rechtlage und müsse im Zweifelfall rechtzeitig ein Statusfeststellungsverfahren durchführen.

 

Quelle: Pressemitteilung des LSG Celle-Bremen Nr. 12/2018 v. 18.07.2018 und Juris das Rechtsportal

 

RH

By | 2018-07-20T00:11:18+00:00 20. Jul 2018|Arbeitsrecht, Kanzlei|Kommentare deaktiviert für Späterer Trainer der 1. Fußball Bundesliga war sozialversicherungspflichtig
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