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Ungleichbehandlung bei der Vergütung: Klage von ZDF – Reporterin abgewiesen

Am 05.02.2019 hat das LArbG Berlin-Brandenburg entschieden, dass der klagenden ZDF-Reporterin, die als freie Mitarbeiterin eine geschlechtsbezogene Ungleichbehandlung bei der Vergütung behauptete, kein Auskunftsanspruch nach § 10 EntgTranspG zusteht.

Was ist passiert?

Geltend gemacht hatte die Klägerin, sie stehe zu der beklagten Sendeanstalt in einem Arbeitsverhältnis und erhalte wegen ihres Geschlechts eine geringere Vergütung als ihre vergleichbaren männlichen Kollegen. In diesem Zusammenhang hat sie Auskunft über die Vergütung weitere Mitarbeiter verlangt sowie Vergütungs-, Entschädigungs- und Schadensersatzansprüche geltend gemacht.

Das ArbG Berlin hatte die Klage abgewiesen.

Was sagt das LArbG Berlin-Brandenburg dazu?

Die von der Klägerin geltend gemachten Ansprüche hat das LArbG Berlin-Brandenburg zurückgewiesen.

Die Klägerin ist nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts zu keiner Zeit als Arbeitnehmerin, sondern als freie Mitarbeiterin beschäftigt worden. Für eine Benachteiligung bei der Vergütung wegen ihres Geschlechts habe sie keine ausreichenden tatsächlichen Hinweise vorgetragen und könne deshalb weder eine weitere Vergütung noch eine Entschädigung oder Schadenersatz fordern. Als freie Mitarbeiterin stehe der Klägerin weiterhin kein Auskunftsanspruch nach § 10 Entgelttransparenzgesetz zu.

Wegen des Auskunftsanspruchs nach § 10 EntgTranspG hat das Landesarbeitsgericht die Revision an das BAG zugelassen.

  

Quellen: Pressemitteilung des LArbG Berlin-Brandenburg v. 5/2019 v. 05.02.2019 und Juris das Rechtsportal

 

RH

By |2019-02-05T23:55:24+00:0005. Feb 2019|Arbeitsrecht, Kanzlei|Kommentare deaktiviert für Ungleichbehandlung bei der Vergütung: Klage von ZDF – Reporterin abgewiesen
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