Familiengerichtliche Gutachter haben zukünftig neue Mindestanforderungen zu erfüllen

Am 23.09.2016 billigte der Bundesrat ein vom Bundestag im Juli verabschiedetes Gesetz, wonach künftig nur noch besonders qualifizierte Sachverständige familiengerichtliche Gutachten erstellen dürfen.

Nach den neuen Mindestanforderungen haben die Sachverständigen eine psychologische, psychotherapeutische, psychiatrische oder ärztliche Berufsqualifikation zu haben. Pädagogen oder Sozialpädagogen können nur dann berufen werden, wenn sie über eine diagnostische oder analytische Zusatzqualifikation verfügen. An die Ausbildung der Gutachter gab es bisher keine förmlichen Anforderungen. Rund 270.000 familiengerichtliche Gutachten werden jährlich in Deutschland verfasst. Dabei geht es in der Regel darum, welche Maßnahmen etwa bei Sorgerechtsentzug, Umgangsregelung für das Wohl des Kindes oder zur Abwehr einer Kindeswohlgefährdung erforderlich sind.

Zusätzlich enthält das Gesetz einen neuen Rechtsbehelf, mit dem Beteiligte in kindschaftsrechtlichen Verfahren gegen unbegründete Verfahrensverzögerungen vorgehen können. Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterschrift vorgelegt. Es soll am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

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Quelle: Pressemitteilung des BR v. 23.09.2016 und Juris das Rechtsportal

 

RH

By | 2017-03-19T23:19:40+00:00 September 24th, 2016|Familienrecht, Kanzlei|Kommentare deaktiviert für Familiengerichtliche Gutachter haben zukünftig neue Mindestanforderungen zu erfüllen

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