OLG Frankfurt/Main bestätigt Schadensersatzanspruch eines „Lehman-Geschädigten“

OLG Frankfurt/Main, Urt. v. 17. Februar 2010 – 17 U 207/09

In einem am 17. Februar 2010 verkündeten Urteil hat das OLG Frankfurt/Main den Schadensersatzanspruch eines Anlegers gegen eine Sparkasse bestätigt, die ihm im August 2007 am Telefon den Erwerb von sog. „Lehman-Zertifikaten“ im Wert von 7.000,- € empfohlen hatte. Das Gericht bestätigte damit die vorausgegangene Entscheidung des Landgerichts und wies die Berufung der Sparkasse zurück. Die beklagte Sparkasse müsse sich – jedenfalls in diesem speziellen Fall – eine Verletzung ihrer Aufklärungspflicht vorwerfen lassen.

In der mündlichen Verhandlung wies der Senat darauf hin, dass die Entscheidung kein Präjudiz für andere Rechtsstreitigkeiten darstelle, in denen die sog. „Lehman-Geschädigten“ Schadensersatz  für den Verlust ihrer Anlage durch die Insolvenz der Lehman-Bank verlangten. Jeder Einzelfall müsse gesondert auf das Vorliegen einer Aufklärungspflichtverletzung der beratenden Banken hin geprüft werden.

Der Senat hat angekündigt, die Revision zum Bundesgerichtshof zuzulassen.

(Quelle: Pressemitteilung des OLG Frankfurt/Main)

By | 2014-04-01T15:27:14+00:00 Februar 25th, 2010|Bank- und Kapitalrecht|Kommentare deaktiviert für OLG Frankfurt/Main bestätigt Schadensersatzanspruch eines „Lehman-Geschädigten“

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