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Kostentragung für private Kinderkrippe durch Kommune? Jedenfalls muss die Stadt Mainz nach dem Urteil des Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz vom 25. Oktober 2012 – 7 A 10671/12 den klagenden Eltern die Kosten für die Unterbringung ihrer zweijährigen Tochter in einer privaten Kinderkrippe erstatten.

Was ist passiert?

Die Klägerinnen, Mutter und Tochter, haben bei der beklagten Stadt die Übernahme der Kosten für die Unterbringung der damals zweijährigen Tochter in einer privaten Kinderkrippe begehrt, weil die Beklagte nicht in der Lage war, einen Krippenplatz zur Verfügung zu stellen. Dies lehnte die Stadt ab.

Das Verwaltungsgericht hat die Beklagte zur Kostenübernahme verpflichtet.

Kostentragung für private Kinderkrippe durch Kommune – Was sagt das OVG dazu?

Die hiergegen erhobene Berufung hat das Oberverwaltungsgericht nun abgewiesen. Danach muss die Stadt Mainz nach dem Urteil des Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz vom 25. Oktober 2012 – 7 A 10671/12 den klagenden Eltern die Kosten für die Unterbringung ihrer zweijährigen Tochter in einer privaten Kinderkrippe erstatten.

Nach dem rheinland-pfälzischen Kindertagesstättengesetz habe das Jugendamt der Beklagten zu gewährleisten, dass für jedes Kind vom vollendeten zweiten Lebensjahr an ein Platz in einer Kindertagesstätte beitragsfrei zur Verfügung stehe. Weil die Beklagte diesen Anspruch nicht habe erfüllen können, müsse sie die Kosten des von den Klägerinnen in Anspruch genommenen Ersatzplatzes übernehmen.

Das Oberverwaltungsgericht hat wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugelassen.

Kostentragung für private Kinderkrippe durch Kommune?

Siehe auch: https://raheinemann.de/bgh-kommunen-haften-fuer-verdienstausfall-von-eltern-wegen-fehlender-kita-plaetze/

(Quelle: Pressemitteilung des OVG Rheinland-Pfalz Nr. 32/2012)

MR

Rechtsanwalt Marko Rummel:
Kostentragung für private Kinderkrippe durch Kommune? Dazu hat das OVG Rheinland-Pfalz am 25. Oktober 2012 – 7 A 10671/12 – entschieden.