Am 12.05.2017 hat der Bundesrat hat einen Gesetzesbeschluss des Bundestages zur Beseitigung der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gebilligt.

Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhalten danach künftig einen Auskunftsanspruch zu ihren Entgeltstrukturen. Dieser Ausgleichsanspruch ermöglicht Beschäftigten, die nicht nach Tarif bezahlt werden, die Kriterien zur Festlegung ihres Lohnes, die Kriterien einer vergleichbaren Tätigkeit und die Entlohnung der vergleichbaren Tätigkeit zu erfragen. Bei Geltendmachung des Auskunftsanspruchs, der die Durchsetzung der Lohngleichheit erleichtern soll, müssen tarifgebundene Betriebe den relevanten Tarifvertrag nennen.

Das Gesetz fordert darüber hinaus private Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten auf, die Löhne auf Entgeltgleichheit regelmäßig zu überprüfen. Die Unternehmen werden zugleich verpflichtet, in ihren Lageberichten über den Stand der Gleichstellung zu informieren.

Am Tag nach ihrer Verkündung sollen die Regelungen im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

 

Quelle: Juris das Rechtsportal

 

RH