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Zum Anspruch des Adoptionspflegevaters auf Elterngeld. Dazu hat am 08.03.2018 das BSG zu B 10 EG 7/16 R entschieden, dass ein Adoptionspflegevater Anspruch auf einen Monat Elterngeld hat, auch wenn er die zweimonatige Mindestbezugsdauer nicht erreichen kann, weil er das Kind bereits nach drei Wochen den leiblichen Eltern zurückgeben musste.

Was ist passiert?

Zum Anspruch des Adoptionspflegevaters auf Elterngeld.

Im Jahr 2010 nahmen der Kläger und seine Ehefrau ein neugeborenes Kind für die gesetzlich vorgesehene Probezeit zur Adoptionspflege bei sich auf. Weil die leiblichen Eltern das Kind bereits nach etwa drei Wochen wieder bei sich aufnahmen scheiterte die Adoption. Das für den Betreuungsmonat beantragte Elterngeld lehnte die beklagte Landeshauptstadt ab, weil seit dem Jahr 2009 dessen Gewährung erst beim Erreichen einer Mindestbezugsdauer von insgesamt zwei Monaten erfolge.
Das Berufungsgericht hat dem Kläger, anders als die erste Instanz, Elterngeld für einen Monat zugesprochen.

Zum Anspruch des Adoptionspflegevaters auf Elterngeld – was sagt das BSG dazu?

Zum Anspruch des Adoptionspflegevaters auf Elterngeld.

Die dagegen gerichtete Revision der Beklagten hat das BSG zurückgewiesen. Ein Adoptionspflegevater habe Anspruch auf einen Monat Elterngeld, auch wenn er die zweimonatige Mindestbezugsdauer nicht erreichen kann. Und zwar, weil er das Kind bereits nach drei Wochen den leiblichen Eltern zurückgeben musste.

Mit der Beendigung der Adoptionspflege ist nach Auffassung des BSG zwar eine wesentliche Grundvoraussetzung für den Elterngeldanspruch noch vor Ablauf des ersten Betreuungsmonats auf Dauer wieder entfallen. Das Gesetz belasse dem Berechtigten gleichwohl den einmal entstandenen Elterngeldanspruch noch für den gesamten Betreuungsmonat (§ 4 Abs. 4 BEEG in der Fassung ab 24.01.2009). Dieser Bestandsschutz entfalle nicht wegen Nichterfüllung der vorgegebenen Mindestbezugszeit von zwei Monaten. Mit der zum 24.01.2009 eingeführten Mindestbezugszeit (§ 4 Abs. 3 Satz 1 BEEG) solle eine noch bessere Rechtfertigung für eine längere Elternzeit gegenüber Dritten ermöglicht und eine intensivere Bindung des zweiten Elternteils zum Kind gefördert werden. Mit der Mindestbezugszeit wolle man nur verhindern, dass ein Elternteil – vor allem der Vater – lediglich einen der beiden „Partnermonate“ beanspruchte.

Quellen: Pressemitteilung des BSG Nr. 10/2018 v. 08.03.2018 und Juris das Rechtsportal

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Rechtsanwalt Rolf Heinemann:

Zum Anspruch des Adoptionspflegevaters auf Elterngeld. Dazu hat am 08.03.2018 das Bundessozialgericht zu B 10 EG 7/16 R entschieden.