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Deutsche Anwaltsauskunft zur Rechtslage bei Trennungskindern zu Weihnachten und anderen Feiertagen

Manchmal bringen Feste wie Weihnachten oder Ostern in getrennt lebenden Familien Probleme mit sich: Die Deutsche Anwaltauskunft informiert über die Rechtslage bei „Trennungskindern“.

Für viele ist Weihnachten das wichtigste Familienfest. Doch hierzulande leben über zwei Millionen Kinder mit Eltern, die getrennt oder geschieden sind. Schnell bricht Streit aus, wenn sich die Eltern nicht darüber einigen können, wo der Nachwuchs die Festtage verbringt. Im Notfall entscheidet das Gericht, das dabei auch auf die Meinung des Kindes hört.

Grundsätzlich wird im deutschen Recht beiden Elternteilen gleichermaßen Umgang mit dem Kind zugesprochen. Allerdings stellt Sprecher von anwaltauskunft.de, Swen Walentowski, klar: „Das Familienrecht legt nicht fest, wie sich Eltern den Umgang mit den Kindern an Feiertagen aufteilen müssen. Es liegt also erst einmal an Mutter und Vater, eine für sich und für das Kind gute Lösung zu finden.“

Dies gelingt den meisten Eltern von Trennungskindern im Alltag auch. Inzwischen haben sich in vielen getrenntlebenden Familien verschiedene Formen des Umgangs an Festtagen etabliert. Walentowski erklärt: „Eines der klassischen Modelle ist, dass die Kinder etwa Weihnachten bei dem einen Elternteil verbringen, Silvester bei dem anderen und im Jahr darauf umgekehrt“.

Doch nur, wenn die Elternteile in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren und Kompromisse zu schließen, funktionieren diese Wechselmodelle. In Härtefällen muss das Familiengericht entscheiden – entweder über eine Gesamtregel für den Umgang oder nur eine für die Feiertage.

Wenn solche Fragen gerichtlich geklärt werden, werden auch die Kinder befragt und zwar schon ab einem Alter von drei Jahren. Rechtsanwalt Swen Walentowski erklärt: „Zwar beeinflusst die Aussage eines so kleinen Kindes in den meisten Fällen nur bedingt die Entscheidung des Familiengerichts“. „Aber bei einem älteren Kind und einem Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren sieht das sicherlich anders aus.“

In seiner Entscheidung, wo das Kind bestimmte Festtage verbringt, werde das Familiengericht zwar nicht nur seine Aussagen berücksichtigen. Sie spielen aber dennoch eine wichtige Rolle. Natürlich sollten vernünftige Eltern alles Mögliche versuchen, solche Fragen außerhalb eines Gerichtssaals zu klären, bevor es zu solchen Entscheidungen kommt.

  

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Anwaltauskunft Nr. 38/2017 v. 15.12.2017 und Juris das Rechtsportal

 

RH

By |2018-10-16T07:46:07+00:0018. Dez 2017|Familienrecht, Kanzlei|Kommentare deaktiviert für Deutsche Anwaltsauskunft zur Rechtslage bei Trennungskindern zu Weihnachten und anderen Feiertagen
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